nonalicious

Buchstabensuppe, Wortfetzen, Gedankengänge.

Kleiner Mutmachbeitrag bei Depressionen

Seit meinem letzten Beitrag hier im Blog haben mich etliche Kommentare und Nachrichten erreicht. Sehr traurige und teilweise hilflose Kommentare. Und bei Twitter lese ich täglich mehrfach, wie schlecht es einzelnen geht, die an Depressionen leiden und jeden Mut verloren haben, gegen diese abgrundtiefe Traurigkeit, Mut- und Hoffnungslosigkeit irgendwie ankommen zu können.
Ich kann jeden einzelnen verstehen und nachempfinden, wie es euch geht.
Und ich fühle mich hilflos, weil ich euch nicht einfach sagen kann, es wird alles gut, ihr glaubt daran, und seid geheilt.

Ich kann euch Tipps geben, die aber oft nicht so ganz ankommen. Auch das kann ich verstehen. Manchmal kann man einfach nicht umsetzen, was einem geraten wird.
Vor allem kann man in gewissen Phasen einfach auch nicht glauben, dass es besser werden soll.

Ich kann nicht viel mehr tun, als euch von meinen Erfahrungen berichten und euch Tipps geben, und heute will ich euch einfach nur Mut machen.
Mut für den Kampf gegen die Depression. Und Hoffnung darauf, dass ihr aus dem schwarzen Loch rausfinden könnt.

Wie ich das geschafft habe, dass es mir so gut geht, konntet ihr im vorigen Beitrag verfolgen. Auch, dass es kein Zuckerschlecken war. Und dass es seine Zeit gebraucht hat.
Aber ich versichere euch, dass es das einfach wert ist, darauf hinzuarbeiten und daran zu glauben, dass man wieder gesund wird und ein gutes Leben führen kann.
Ich habe nicht damit gerechnet, dass es mir so gut gehen würde, wie das jetzt der Fall ist.
Ich habe meine Lebensfreude wieder gefunden, ich bin mit mir selbst und damit, wer und wie ich bin zufrieden, ich setze mich nicht mehr unter Druck, ich muss nicht mehr perfekt sein, ich genieße das Leben und finde es einfach toll.
Die, die mich von Twitter kennen, wissen, dass ich mittlerweile auch in einer Beziehung lebe, die einfach klasse ist. Aber das ist definitiv nicht der Grund für meine Gesundung gewesen. Der Grund war ich alleine und dass ich mich ganz auf mich konzentriert habe. Darauf, was ich wollte, was ich ändern musste, um zufrieden mit mir zu sein.
Ich musste erst richtig gesund werden, um mich überhaupt auf jemanden einlassen zu können. Und ich musste lernen, mit mir alleine zufrieden zu sein. Und das war ich wirklich.

Jeder von euch ist es wert, dass er sich ernst nimmt, dass er sich wichtig nimmt und sich um sich kümmert!

Und das könnt ihr auch! Habt keine Angst davor, etwas in eurem Leben zu ändern, was schlecht ist oder euch krank macht. Nur weil etwas zur Gewohnheit geworden ist, heißt es nicht, dass es gut ist oder euch gut tut.

Nehmt Hilfe an, scheut euch nicht, darum zu bitten.

Und vertraut eurem Arzt. Solltet ihr das nicht tun, sucht euch einen anderen, bei dem ihr das könnt.
Bringt unbedingten Willen mit, wieder gesund werden zu wollen. Lügt eure Ärzte und Therapeuten nicht an, weil das absolut nichts bringt, seid ehrlich zu ihnen und somit zu euch selbst.
Informiert euch unbedingt über die Krankheit. Erst seit ich alles darüber weiß, kann ich mit ihr umgehen, sie akzeptieren und reagieren, wenn ich merke, etwas läuft nicht so, wie es soll.

Glaubt wieder an euch! Gebt euch nicht auf! Und werft euer Leben nicht weg! Bitte!
Vielleicht könnt ihr diese Krise irgendwann wirklich als Chance sehen, etwas zum Positiven verändert zu haben, so wie das bei mir war.

Ich könnte in endlose Litaneien verfallen und euch ununterbrochen vorbeten, wie toll das Leben sein kann.
Was ich euch mitgeben kann, ist auf jeden Fall, dass ich ein ziemlich geniales Stück meines Lebens verpasst hätte, wenn ich meine Suizidgedanken bzw. meine Todessehnsucht in die Tat umgesetzt hätte.
Tut es nicht!
Jeder einzelne von euch sollte sich selbst wertschätzen! Glaubt nicht daran, was die miesen Gedanken euch vormachen! Wenn ihr euch einredet, ihr seid nicht gut genug, ihr könnt nicht mehr, keiner mag euch, entspricht das NICHT der Realität. Das sind eure Gedanken, aber nicht die Wahrheit.
Die Wahrheit sieht so aus, dass es Menschen gibt, die euch brauchen, die sich um euch sorgen. Und einer davon solltet ihr selber sein!
Wenn ihr euch auskotzen wollt, wenn ihr Hilfe braucht und nicht wisst, wie der erste Schritt aussehen soll, wendet euch an Freunde, Familie, Ärzte, und gerne auch an mich per Nachricht oder Kommentar.

Ich wünsche jedem alles erdenklich Gute und allen Mut, Hoffnung, Kraft und Ausdauer die Depressionen zu überwinden und wieder gesund zu werden!

Gebt euch nicht auf! Depressionen sind definitiv heilbar!
Ich wünsche euch alles Gute!

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