nonalicious

Buchstabensuppe, Wortfetzen, Gedankengänge.

Archiv für den Monat “Dezember, 2013”

Nicht noch ein Jahresrückblick…

Keine Sorge, der wird kurz. Zumindest mein eigener.
2013 war nichts. D.h. nichts besonders wichtiges ist passiert. Nichts, das mein Leben besonders beeinflusst hat. Will sagen: Nichts negatives, das mich so sehr mitgenommen hat, dass es mir besonders in Erinnerung bleibt und mich geschwächt hat. Solche Jahre gab es in den 41 vergangenen relativ selten. Daher bin ich zufrieden.
In meinem RL ist niemand gestorben, der mir nahe steht. Keine nennenswerte depressive Phase hat mich ausgeknocked. 2 Punkte, die ansonsten jedes Jahr äußerst auffällig waren. Zumindest letzterer kann auch daher kommen, dass ich nicht mehr ganz so einfach kaputt zu kriegen bin wie früher. Kleinere Dinge, wie Stress und Ärger auf der Arbeit oder auch im Privatleben, kann ich wegstecken- das ging nicht immer. Allgemein kann ich behaupten, es gibt mittlerweile Dinge, die mich früher fertig gemacht haben, und mir heute am Arsch vorbei gehen. Passiert irgendwas, kommt in meinem Kopf fast zeitgleich mit der Möglichkeit, mich irrsinnig aufzuregen, der Gedanke: „MOMENT. Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Zeit zum Aufregen bleibt immer noch.“ Damit bin ich 2013 recht gut gefahren. 
Ansonsten habe ich in den vergangenen Monaten weniger Bücher gelesen als sonst, weniger gearbeitet als sonst, weniger geleistet, weniger getrauert und mich weniger aufgeregt. Wenn auch immer noch genug.
2013 war somit für mich relativ langweilig. Von mir aus kann das so bleiben. Nicht, dass es besonders ausfüllend wäre, aber das ist mir immer noch lieber, als ein Jahr voller Tragödien.
2014 wünsche ich allen Freunden,, vor allem denen, denen es schlecht geht, dass ihr Jahr besser wird als das vergangene und verspreche, auch weiterhin für sie da zu sein, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit. Sei es im realen oder virtuellen Freundeskreis (von dem ich behaupten kann, dass es ihn gibt, ja wirklich).
Allen Freunden, Bekannten, Twitterern, Bloglesern, Depressionsinfoseitenbesuchern, allen Menschen für 2014 vor allem Gesundheit, Glück, Freude, Wärme, Menschen, die für sie da sind, wenn sie sie brauchen, Schutz, Geborgenheit, ein offenes Ohr, ein glückliches und wundervolles, neues Jahr voller Zufriedenheit. ❤

Weihnachtswünsche auch von mir

Lieber Leser und Twitterfreunde,

unzählige Weihnachtsgrüße erreichen uns per Email oder Werbepost, von wildfremden Menschen, von Freunden in Massenemails, unpersönlich oder persönlich.
Ich habe dieses Jahr viele Postkarten bekommen, von Freunden aus dem RL und ganz besonders von Twitterfreunden, so richtig per Hand geschrieben, worüber ich mich sehr gefreut habe. Ebenso habe ich versucht, anderen mit einer Weihnachtspostkarte eine Freude zu machen.
Ich gebe zu, Weihnachten ist für mich nicht mehr das, was es früher war, jedoch keimt jedes Jahr die gleiche Hoffnlung auf, nochmal das zu fühlen, was man als Kind gefühlt hat.
Auch wenn das Wetter nicht mitspielt, und es wieder viel zu warm ist, wünsche ich uns die Weihnachtsstimmung, an die wir uns seit unserer Kindheit erinnern können. Mit diesem besonderen Zauber und dem Gefühl, dass alles gut ist und man sich geborgen fühlt.

„Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten“. Mit diesen Worten habe ich gestern einem Bettler ein paar Euros in seine vor ihm liegende Mütze geworfen.
Als er sich bedankt und die Wünsche erwidert hatte, schoss es mir sofort ins Hirn „du blöde Kuh, wie soll der Mann frohe Weihnachten haben, wenn er auf der Straße leben muss?!“
Und so finde ich Weihnachten auch ziemlich traurig, weil nicht alle Menschen diese Tage schön und angenehm und im Warmen, mit Freunden und Verwandten verbringen können, sondern alleine sind, keine Unterkunft haben, in Krankenhäusern, Altenheimen, auf der Straße verbringen müssen, einsam sind.

Ich hätte den Mann fragen können, ob er Weihnachten mit uns verbringen möchte.
Ich habe es aber nicht getan.
Ich hätte übers Jahr versuchen können, irgendwie eine Weihnacht organisieren zu können, bei der Obdachlose, einsame, arme Menschen ein bißchen Freude hätten und die Zeit nicht alleine verbringen müssen.
„Du kannst nicht die ganze Welt retten!“, höre ich dann wieder.
Ich möchte es aber gerne können.

In diesem Sinne: frohes Fest, liebe Freunde.

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