nonalicious

Buchstabensuppe, Wortfetzen, Gedankengänge.

… kommt ein Lichtlein her

Guten Morgen.
Nachdem ich gestern versucht habe, mich selbst zu motivieren, und mir das auch gelungen ist, fühle ich mich heute etwas besser.
Nach meinem gestrigen Blogartikel habe ich ein Buch entdeckt, das zwischen all den Ratgebern stand, mit dem ich mich aber nach dem Kauf nicht weiter beschäftigt hatte.
„Feeling good – Depressionen überwinden“ von David D. Burns.
Obwohl ich mich in den letzten Wochen auf Fachliteratur absolut nicht konzentrieren konnte, ist mir das gestern dann zum Glück gelungen.
Ich wollte eine sog. Bibliotherapie beginnen, von der ich vor ein paar Tagen im web gelesen hatte.
Dabei handelt es sich um nichts weiter, als darum, sich mithilfe von Literatur zu therapieren. Diese Methode wird auch von Therapeuten, vor allem in den USA empfohlen.
Das ist allerdings nichts neues für mich. Zwar habe ich jetzt einen Namen, eben „Bibliotherapie“, aber ich habe mich, quasi unwissentlich, schon jahrelang damit beschäftigt, indem ich viele Fachbücher und andere Literatur, nicht nur zum Them Depressionen gelesen habe.

Beim Lesen gingen mir die ersten Seiten echt auf die Nerven – man kennt das ja: diese Eigenwerbung für das betreffende Buch, die Selbstbeweihräucherung des Autors, und dass das Lesen des Buches soundso vielen Menschen bereits geholfen hat. Eine endlos scheinende Einführung, wie das Buch entstanden ist, welche Studien es dazu gibt, etc.
Glücklicherweise bin ich am Ball geblieben, wobei mir schon fast danach war, das Ding in die Ecke zu pfeffern. Irgendwann schaffte es der Autor dann aber, auch mich anzusprechen.
Behandelt wird hier schlicht und ergreifend die Kognitive Therapie, also die kognitive Verhaltenstherapie. Was mich auch erst enttäuscht hat, da ich eine mehrjährige Verhaltenstherapie erst letztes Jahr abgeschlossen habe. Ich war den Tränen nahe, weil ich ja – trotz dieser Therapie jetzt wieder in einen Strudel geraten war, aus dem ich keinen Ausweg finde.
Dann fiel mir wieder ein, was ich auf die Frage, die mir in der Klinik gestellt wurde: „Was haben Sie in der Therapie denn gelernt?“ mit „Ich weiß es nicht mehr. Ich habe alles vergessen.“ antworten musste.
(Die Ärztin versicherte mir, ich habe es nicht vergessen, es sei alles noch da, ich kann nur gerade nicht darauf zugreifen.)
Es kann also nicht schaden, sich wieder in Erinnerung zu rufen, was ich gelernt habe.
Zumindest ist jetzt der Ansporn da, auch etwas zu tun, nicht nur darauf zu warten, bis die Depression von alleine vorbeigeht. Wo sie jetzt ohnehin schon wieder viel zu lange andauert.

Und siehe da: es fällt mir wieder ein, was ich lese, ist mir nicht fremd.
Thema: kognitive Verzerrungen. Ich denke „alles oder nichts“, übertreibe oder untertreibe, schlussfolgere voreilig, suche mir aus jeder Situation ein negtives Detail heraus und verallgemeinere, etc. Hauptsache negativ!
Ich habe ein Notizheft neben mir liegen und mache mir während des Lesens Notizen.

Ich weiß nicht, wie weit mich das Buch bringt, aber ich will die Chance nutzen.
Für heute hatte/ habe ich immerhin Pläne. Wir wollten wandern gehen, was wegen des Wetters nicht hinhaut. Also habe ich mir Rezepte herausgesucht und werde backen. Und dabei ein Hörbuch anhören.

Im Moment fühle ich mich ok. (<—- Erst stand da „nicht so schlecht“- klingt mir aber zu negativ 😉
Klar, unterschwellig versuchen die niederdrückenden Gedanken, an die Oberfläche zu kommen. Aber ich versuche, heute schöne Dinge zu tun, die mir gut tun. Ohne Druck.
Ich weiß nicht, wie es in einer Stunde aussehen wird. Erst recht nicht, was morgen ist. Es muss eben jetzt erst mal der Moment reichen.

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